Release.
Basement – Promise Everything

Basement - Promise Everything

Wenn eine Band ihr Comeback ankündigt, dann meist sofort mit einem neuen Album welches schon in den Startlöchern steht. Anders allerdings beim Comeback von Basement, den Emopunkrockern aus England. Nachdem sie Ende 2012 ihre Abschiedstournee spielten, verkündeten sie knappe zwei Jahre später bereits ihr Comeback. Aber nochmals geschlagene zwei Jahre dauerte es bis das Album erschien. Mit “Promise Everything” ist die Band nun wirklich zurück. Dass sie sich verändert haben, war bereits beim zweiten Album zu merken. Ob und wie stark sich eine Band nochmals verändert, die in relativ kurzer Zeit schon eine Auflösung hinter sich hat und dazu noch aus Mitgliedern besteht, die inzwischen über den ganzen Kontinent verstreut leben, das nun soll dieses dritte Album zeigen.

Der Opener Bothers Keeper lässt ein wenig vermuten in welche Richtung es geht. Einzelne Passagen erinnern stark an die Foo Fighters, während die früheren Alben eher Vergleiche mit Bands wie Title Fight oder Paper Arms zuließen. Der zweite Song Hanging Around kommt sehr lässig daher, wobei aber auch hier Vergleiche zu der genannten populären Band zulässig sind. So langsam aus sich raus kommen die Engländer erst zum Ende von Lose Your Grip, was sie dann mit Aquasun fortsetzen, gleichzeitig hat der Song etwas Melancholisches.

Ruhiger wirds dann wieder mit Oversized, der sehr verträumt vor sich hin plätschert. Blinded Bye wirkt dagegen geradezu verspielt und erinnert eher an die sonnige Küste Californiens als an das verregnete England, wobei mich dieses Gefühl bereits seit dem Opener beschleicht.

Aber es geht noch verspielter, was sie mit For You The Moon beweisen. Der vorletzte Song, der den Albumtitel trägt, erinnert dann ein wenig an die früheren Werke. Für mich der beste Song des Albums. Mit Halo kommt man dann zum Ende hin aber wieder runter.

Nun könnte der geneigte Leser dieses Reviews den Eindruck bekommen, dass es etwas lustlos geschrieben ist. Nun ja, tatsächlich sind es die Songs, die einzeln betrachtet etwas lustlos wirken. Der Funke will beim Hören nicht so recht überspringen. Auch hatte ich den Eindruck, dass die Band weniger motiviert war als zu früheren Zeiten. Einzeln betrachtet entfalten die Songs nicht ihre Wirkung, im Ganzen betrachtet ist es jedoch ein gutes Album was Spaß macht beim Hören. Die Songs sind technisch ausgereift und gut konzipiert. Ich mag die Band und ich mag ihre Musik, aber dieses Album kommt definitiv nicht an die Vorgängeralben heran.

Plattenfirma: Run For Cover Records
Format: LP/CD
Wertung: 4/6 Punkten
Autor: Katja